Bauherrn besichtigen Produktion in Schweden
"Drum prüfe wer sich ewig binde..."
Auch wenn der Vater dieses vielzitierten Ausdrucks, Friedrich Schiller, ein Deutscher war, so hat sich unser Zürcher Bauherr es sich nicht nehmen lassen die finale Qualitätskontrolle selber durchzuführen. Nachdem das Haus fertig geplant, die Baufreigabe von der Gemeinde erteilt und die Hausbestellung ausgelöst wurde, haben wir also vier Plätze für einen Flug nach Stockholm gebucht. Von dort ging es standesgemäß im Volvo Kombi hunderte Kilometer durch Schweden. In dem kleinen Ort Kosta hatten wir in einem Art Hotel unsere Zimmer gebucht. Das Hotel wurde von einem liebhaber lokaler Glasbläserkunst gegründet und jedes der Zimmer wurde von einem anderen lokalen Künstler ausgestattet. Wir besichtigten die Glasbläserei und waren verblüfft wie filigran die Wikinger doch arbeiten können. Am Nachmittag des zweiten Tages ging es dann aber zu dem Handwerk, für das die Schweden eigentlich berühmt sind und weshalb wir ursprünglich auch die Reise angetreten hatten: Die Zimmermannskunst! Die Region Småland, aus der auch der IKEA Gründer, Ingvar Kamprad, kommt ist bekannt für Ihre cleveren Bewohner die gekonnt mit dem Rohstoff Holz umgehen. Kein Wunder also, dass hier auch die kleine Manufaktur steht, von wo wir unser orignal Schwedenhaus beziehen. Hier wird in traditioneller Handarbeit, jedoch nach modernsten Richtlinien die Aussenwände erstellt, die wenige Wochen später den Blower-Door Test so hervoragend bestanden, dass das Haus in Wallisellen die Minergie Zertifizierung bekommt. Bei der Reise durch Schweden machten wir öfter halt um Inspirationen und Ideen für die Gestaltung des Hauses aufzugreifen und zu fotografieren. Die Frage der Aussenfarbe war zu diesem Zeitpunkt noch nicht beantwortet. Am Schluss dauerte die Reise von Freitag Abend bis Montag morgen, doch war mit soviel Programm und Eindrücken gefüllt, als wären wir 14 Tage in Schweden gewesen.



